Der bekannte, geschätzte und inzwischen auch sehr verbreitete Industriestil inspiriert sich an Atmosphären, die aus der Rückgewinnung von Fabrikgebäuden hervorgehen. Eine klare Architektur mit sauberen Linien und ein offener Raum mit Sichtbalken und Sichtpfeilern werden durch die Materialstrukturen von Beton, Holz und Metall im richtigen Verhältnis gestaltet. Dank der Ausdrucksmöglichkeiten von Keramik kann dieser Stil elegant und erlesen werden und lässt sich in jedem privaten wie öffentlichen Kontext nachbilden.

Die bauliche Umwidmung zu Wohn- oder Gewerbezwecken hängt fraglos mit dem Anliegen zusammen, den Verbrauch von Boden zu begrenzen, und schließt einen Nachhaltigkeitsgedanken ein, der die Stadtzentren ebenso wie die Peripherien betrifft. Doch begegnet man dem Industriestil auch in Neubauten, weil er der Liebe für klare Linien entspricht, die ein fester Bestandteil des zeitgenössischen Wohnens sind.

Keramikoberflächen mit Betoneffekt kommen dem gefragten ästhetischen Minimalismus besonders entgegen und bieten eine um Grau- und Schwarztöne kreisende Farbpalette. Aber auch Natursteineffekte erzielen ein entsprechendes stilistisches Ergebnis. Die vorwiegend aus Holz und Metall bestehende Einrichtung mit Vintage-Formen setzt auf Zweckmäßigkeit und bietet im Ergebnis einen informellen, behaglichen Raum, der zur Verbreitung der Industrie-Gestaltungen auch im Einzelhandel und im Beherbergungssektor beiträgt.